Bei Tonga handelt es sich um eine konstitutionelle Monarchie. Die Verfassung räumt dem König weitgehende Rechte ein. Wie bereits in den vergangenen Jahrhunderten wird der König auch heute noch respektiert. Der oberste Häuptling Tu’i Tonga wurde seinerzeit als heilig verehrt. Kritik an der Monarchie wird als Unhöflichkeit gewertet. Der König lebt in einem relativen Reichtum, die Untergebenen sind überwiegend arm. Doch ganz unsozial geht es in dem Land trotzdem nicht zu. Medizinische Versorgung wird garantiert.
Ausländer sind vom Landerwerb ausgeschlossen, sie dürfen lediglich Land pachten. Überwiegend werden von den einheimischen Bauern Lebensmittel für den Eigenbedarf produziert. Im nationalen Parlament sitzen 30 Abgeordnete, 12 von ihnen sind gleichzeitig Regierungsmitglieder. Nur neun werden vom Volk gewählt, während neun weitere von den Angehörigen des Adels auf der Insel gewählt werden.
Es gibt eine demokratische Bewegung im Lande, die dafür eintritt, die Interessen der einfachen Bevölkerung besser zu vertreten. 2006 kam es in der Hauptstadt zu Unruhen. Fast alle Geschäfte und einige Regierungsgebäude entlang der Hauptgeschäftsstraße brannten damals ab. Die Angriffe richteten sich vorwiegend gegen indische und chinesische Geschäftsinhaber, weil sie der Korruption beschuldigt wurden.
Damals wurde fast die gesamte Innenstadt zerstört. Im Jahr 2008 verlautete, dass der König seine absolute Macht abgeben wolle.












