Das Königreich Tonga gehört zu den 169 so genannten „Freundschaftsinseln“ („Friendly Islands“). Nur 36 dieser Inseln sind bewohnt. Dazu gehören auch die zwei Minerva-Riffe. Das sind atollartige Korallenriffe, die 500 km südlich der Hauptinsel Tonga liegen. In dieser Gegend sind in der Vergangenheit zahlreiche Schiffe verunglückt. 1972 wurde hier die Republik Minerva ausgerufen.
Nach nur wenigen Monaten annektierte Tonga die Riffe. Tonga ist der einzige ozeanische Staat, der niemals von Europäern kolonisiert wurde. Man vertritt allgemein die Auffassung, dass Tonga und die benachbarten Inseln bereits um 3000 vor Chr. im Zuge einer Völkerwanderung besiedelt wurden. Es wurden Keramikstücke aus der Zeit von 800 bis 750 vor Chr. ausgegraben.
Im 12. Jahrhundert war Tonga in der gesamten Umgebung bekannt. 1616 landete der holländische Seefahrer Willem Schouter hier. 1773 trat James Cook auf den Plan, der alle diese Inseln in den folgenden Jahren noch einmal aufsuchte. 1801 trafen die ersten Missionare hier ein, 1822 der Methodist Walter Lawrey. Tonga hat etwas über 100.000 Einwohner, davon sind 98 % Polynesier.
Ferner leben hier auch Europäer, Chinesen und Inder. Man ernährt sich hier sehr kalorienreich, insbesondere durch den Genuss von Yams und Kokosöl. Dicksein ist auf Tonga ein Schönheitsideal. Der 1918 gebürtige spätere König hatte in den frühen 1990er Jahren sein Gewicht von 210 auf 140 kg reduziert.












